Gegen jede Wahrscheinlichkeit
Unser Sohn Joshua wurde 2006 mit einem Hydrocephalus (Wasserkopf) und diversen weiteren Gehirnfehlbildungen geboren. Die Prognosen der Ärzte waren düster: auf dem ersten MRT vom Kopf war so gut wie alles schwarz und fast kein Gehirn vorhanden. Er werde wahrscheinlich blind und taub sein, sich nie aktiv bewegen oder mit der Umwelt in Kontakt treten können. Wir rechneten also damit, dass wir ihn sein Leben lang intensiv pflegen würden und er niemals ein selbstbestimmtes Leben führen kann.
Um seine Entwicklung bestmöglich zu unterstützen erhielt er die verschiedensten Therapien und wir waren ständig auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten ihn zu fördern. Zufällig fiel uns dann im Kleinkindalter von Joshua das Buch von Ulla Kiesling „Sensorische Integration im Dialog“ in die Hände und darin fanden wir endlich die Erklärungen zu seinen Auffälligkeiten, die uns bis dahin kein Arzt oder Therapeut geben konnte. Nach dem Erstbegutachtungstermin und den Erläuterungen von Frau Kiesling absolvierten wir in regelmäßigen Abständen Therapieblöcke bei ihr, für die wir ca. 600 km einfache Wegstrecke zurücklegten. Joshua liebte die Therapie und die Klarheit von Frau Kiesling. Auch wir Eltern lernten unheimlich viel beim bloßen anwesend sein und beobachten. Bisher mussten wir bei allen anderen Therapien vor der Türe warten und hier durften wir dabei sein und lernten, wie wir alles in den normalen Alltag übernehmen können.
Entgegen aller ärztlicher Prognosen verlief die Entwicklung bei Joshua völlig anders als erwartet. Er lernte ganz normal sprechen und später laufen, trägt eine Brille und Hörgeräte und brachte sich mit 3 Jahren selber lesen, rechnen und Englisch bei. Auch das Klavierspielen lernte er sich selbst und singt mittlerweile gerne bei Feiern und Veranstaltungen.
Mit viel Fleiß und harter Arbeit hat er zudem dieses Jahr die Matura an der Handelsakademie abgelegt und ist jetzt auf der Suche nach einer Anstellung als Buchhalter, wobei seine Zahlenaffinität sicherlich sehr hilfreich ist.
Im Rückblick können wir nun definitiv sagen, dass die Sensorische Integration im Dialog bei Frau Kiesling für unseren Sohn den "Boden" und die Grundlage geschaffen hat, damit auch die anderen Therapien ihre größtmögliche Wirkung erzielen konnten. Ohne Frau Kiesling wäre unser Sohn niemals dort, wo er heute steht und wir sind ihr von ganzem Herzen dankbar dafür!
Ganz besonders berührend für uns war das diesjährige überraschende Wiedersehen mit Frau Kiesling in unserem Familienurlaub auf der Insel Föhr, acht Jahre nach dem Therapieende. Joshua hat sich unglaublich gefreut und ist ihr gleich um den Hals gefallen.
Fam. Pichler aus Österreich im September 2026




